Kinder in ihrer digitalen Welt


Kinderstudie 2016

 

Schon vom Kleinkindalter an ist die Benutzung von digitalen Geräten selbstverständlich. Der Fernseher ist bereits für Kinder ab 3 Jahren ein treuer Freund und Begleiter, während die Nutzung anderer digitaler Medien mit dem Älterwerden sprunghaft zunimmt. Die IP Österreich veröffentlicht in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut „meinungsraum.at“ eine Kinderstudie zum Thema „Kinder in ihrer digitalen Welt“.

Mit Hilfe von Screening-Fragebögen wurden geeignete Kandidaten aus Onlinepaneln von „meinungsraum.at“ rekrutiert. Dabei lag das Augenmerk auf Kindern zwischen 6 und 12 Jahren aus Wien und Umgebung, die mindestens einmal pro Woche fernsehen. Ihre Eltern wurden zu kurzen Interviews aus Eltern-Sicht eingeladen, während Tiefeninterviews mit den Kindern durchgeführt wurden. Dies fand im Zeitraum zwischen dem 2. Februar 2016 und dem 31. März 2016 statt.

Nutzung der Medien

Bei den meisten Kindern ist der Fernseher das erste genutzte digitale Medium. Hier darf beinahe die Hälfte selbst entscheiden was ferngesehen wird. Die Entscheidungsmacht über die Fernsehdauer geht allerdings nach wie vor von den Eltern aus. Zur Entspannung oder zur Informationsgewinnung – der Fernseher ist das wichtigste digitale Gerät und gehört zum Tagesritual der Familien. Der Fernseher selbst wird von den Kindern fast ausschließlich offline genutzt. Streaming-Anbieter wie Amazon oder Netflix werden hauptsächlich an schulfreien Tagen in Gebrauch genommen und dann oft mit der ganzen Familie geteilt.

Handys und Spielkonsolen steigen ab 6 Jahren im Interesse der Kinder. Spielkonsolen werden zum Zweck der Stillbeschäftigung, zuhause oder auch unterwegs, hauptsächlich von Buben benutzt. Mit steigendem Alter gewinnt das Handy dann auch an Bedeutung im Hinblick auf Kommunikation. Über WhatsApp tauschen sich die 10-bis 12-jährigen Kinder mit ihren Freunden und Schulkollegen aus. Andere soziale Medien wie facebook, twitter oder instragram finden kaum „Anschluss“ in dieser Altersgruppe.

Werbewahrnehmung

Fernsehwerbung dient für Kinder aller Altersstufen als Quelle für neue Produkte. Bei jüngeren Kindern handelt es sich hier um eine sich immer wieder aktualisierende geistige Wunschliste, von der beispielsweise Produkte in Katalogen einen Wiedererkennungswert erzielen. Bei älteren Kindern finden insbesondere Werbungen zu Nahrungsmitteln und Getränken Anklang, nach denen sie im Supermarkt und bei Freunden Ausschau halten können.

 Digitale Welt aus Elternsicht

Immer seltener verbringen Kinder den Tag im Freien, immer öfter findet man sie hinter dem Fernseher wieder. Es zeigt sich als deutlich, dass Eltern der Meinung sind ihre Kinder verbrächten viel zu viel Zeit mit digitalen Medien, wodurch Spielen und Freunde treffen zu kurz kommt. Um die Welt der Medien kindergerechter zu gestalten, bedienen sich Eltern meist dem Fernsehen, das als sicherstes digitales Medium eingestuft wird. Auch Geräte ohne Internetzugang sorgen für ein stärkeres Sicherheitsgefühl. Es ist Eltern sehr wichtig bei dem übergroßen Angebot von digitalen Medien diejenigen herauszufiltern, die zumindest kindergerechte Inhalte zeigen.

Auch Eltern stimmen zu, dass das Fernsehen ihren Kindern als wichtigste Informationsquelle dient. Ein großer Vorteil im Vergleich zu anderen digitalen Medien sehen Eltern darin, dass im TV meist kindergerechte Inhalte beworben werden. Aus diesem Grund denken Eltern auch positiver über Fernsehwerbung.

Titel Aktualisiert Größe Format
IP Österreich - Kinderstudie 27.06.2016 2.4 MB PDF
aweb 0732
CHRISTIAN SATTLER

Leitung Research

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